Home | Impressum | Sitemap | Datenschutz
Sie sind hier:  Aktuell »  Medieninformationen 

OB Brand übernimmt Kuratoriumsvorsitz bei der Hospizstiftung

FRIEDRICHSHAFEN – Genau zum fünfjährigen Bestehen der Christlichen Hospizstiftung hat das Stiftungskuratorium am vergangenen Mittwoch als neuen Vorsitzenden Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand an seine Spitze gewählt. Die Christliche Hospizstiftung hat sich bei ihrer Gründung vor fünf Jahren zum Ziel gesetzt, das stationäre Hospiz im Franziskuszentrum Friedrichshafen (St. Anna-Hilfe/Stiftung Liebenau) finanziell zu unterstützen, da die Sätze der Kranken- und Pflegekassen den hohen finanziellen Aufwand nicht refinanzieren. In seiner Funktion als Kuratoriumsvorsitzender möchte Brand die Hospizidee aktiv unterstützen.


Gelebte Ökumene

"In der Hospizidee sehe ich eine übergreifende gemeinsame Aufgabe und gelebte Ökumene. Diese Arbeit und den Aufbau des Stiftungsvermögens möchte ich in meinem möglichen Handlungsspielraum befördern", schildert Oberbürgermeister Brand sein Engagement in der Hospizstiftung. Das Kuratorium, das ihn wählte, setzt sich zusammen aus Vertretern der Stadt Friedrichshafen, der evangelischen und katholischen Kirchen und verschiedener Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Der Vorsitz war nach dem Tod von Bernd Wiedmann im April vergangenen Jahres vakant. Bernd Wiedmann hat mit seinem Engagement in der Hospizstiftung die stationäre Hospizarbeit im Franziskuszentrum Friedrichshafen aktiv und ausgesprochen erfolgreich vorangetrieben.

Leben und Sterben in Würde

"Ziel der Christlichen Hospizstiftung ist es die Begleitung unheilbar kranker und sterbender Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu unterstützen und so ein Sterben in Würde zu ermöglichen", erklärt der Vorstand der Hospizstiftung Thomas Kaldenbach. Die Regelsätze der Pflege- und Krankenkassen und ein vergleichsweise geringer Eigenanteil decken die Kosten der stationären Hospizarbeit nicht, weshalb zusätzliche Mittel zur Sicherung dieser Arbeit nötig sind. Die Hospizstiftung will mit den Erträgen aus der Kapitalanlage der Spenden und Zustiftungen dieses Defizit decken.

Zu den Spendern und Zustiftern der ersten Stunde gehören Stiftungen, Unternehmen und Vereine aus Friedrichshafen. Weitere Firmen aus der Region sowie die meisten Kommunen im Bodenseekreis haben sich in den vergangenen Jahren mit unterschiedlich hohen Spendenbeiträgen angeschlossen. Dennoch ist die Stiftung auf weitere Spenden angewiesen, um das jährliche Defizit der Hospizarbeit von rund 140 000 Euro ausgleichen zu können und die Hospizarbeit dadurch langfristig zu sichern.

Hand in Hand

"Die Hospizstiftung arbeitet auch Hand in Hand mit der Hospizbewegung St. Josef", erklärt Kaldenbach. Der Verein mit mehr als 200 Mitgliedern hat die Hospizidee im Bodenseeraum schon vor seiner Gründung im Jahr 1992 stark vorangetrieben. Heute unterstützen die Mitglieder sowohl die stationäre als auch die ambulante Hospizarbeit. Zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich bei der Begleitung von unheilbar kranken Mitmenschen zu Hause oder im stationären Hospiz. Der Verein hat sich neben der Verbreitung der Hospizidee auch die Schulung der Ehrenamtlichen und die Werbung um Spendengelder zu seinen Hauptaufgaben gemacht.
 

Informationen:

Im stationären Hospiz im Franziskuszentrum in Friedrichshafen (St. Anna-Hilfe) wurden seit der Eröffnung im Juli 1998 878 Gäste aufgenommen. 68 Prozent der Gäste kamen aus dem Bodenseeraum, 17 Prozent aus dem Landkreis Ravensburg und 15 Prozent aus anderen Landkreisen. Unheilbar kranke Menschen werden von einem multiprofessionellen Fachkräfteteam bestehend aus 17 Mitarbeitern (entspricht 9,15 Vollzeitkräften) und von ehrenamtlichen Mitarbeitern nach einem umfassenden, ganzheitlichen Unterstützungskonzept auf ihrem letzten Lebensweg begleitet. Das Team begleitet auch die Angehörigen in ihrer Trauer. Unabhängig von ihrem Herkunftsort und ihrer Religion können Menschen direkt von zu Hause oder aus Kliniken in das stationäre Hospiz aufgenommen werden. Bei gegebenen Voraussetzungen übernehmen die Krankenkassen die gesamten Kosten. Die Einrichtung verfügt über zehn Plätze.

www.st.anna-hilfe.de 

erstellt am 22.01.2010



Andreas Brand mit den Vorständen der Christlichen Hospizstiftung

Die beiden Vorstände der Christlichen Hospizstiftung, Thomas Kaldenbach (v.l.n.r.) und Josef Weißhaupt, zusammen mit dem neuen Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums Oberbürgermeister Andreas Brand und Otto Saur, dem stv. Vorsitzenden.

Foto: sl