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Hospizbewegung wählt neuen Vorstand

FRIEDRICHSHAFEN – Die Hospizbewegung St. Josef hat im Haus der Kirchlichen Dienste einen neuen Vorstand gewählt. Brigitte Tauscher-Bährle, bisher Stellvertreterin, löst die langjährige Vorsitzende Mechthild Müller-Bay ab. Neue zweite Vorsitzende ist Dr. Elvira Kern-Nagel.

Neu im Vorstand sind auch Manfred Gessler, ehemalige Gesamtkirchenpfleger, als Schatzmeister und die beiden Pfarrer Rudolf Bauer und Harald Kuhnle.

330 Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Monat

Der Verein wurde 1991 gegründet, dem stationären Hospiz gibt es seit zehn Jahren. Seither wurden über 800 Menschen betreut, von denen 743 dort auch starben. "Hospizarbeit heißt, jeden Tag teilhaben am Abschiednehmen, am Leiden schwerstkranker Menschen, eintreten und teilnehmen zu dürfen an deren Lebens- und Familiengeschichte", sagte Dorothea Horn. Hospizarbeit heiße auch, an eigene Grenzen zu stoßen. "In manchen Dingen sind wir die Wissenden, in manchen die Fragenden", sagt die Hospizkoordinatorin. Pro Monat beteiligen sich ehrenamtliche Helfer mit 330 Stunden an der Arbeit im stationären Hospiz im Franziskuszentrum ein, so Dorothea Horn.

Trauerarbeit bewährt sich


Über die Trauerarbeit im "Lichtblick"-Team, einem offenen Treff, der zweimal monatlich stattfindet, hat die neue Vorsitzende Brigitte Tauscher-Bährle berichtet. Für Jüngere gibt es ab dem 7. Mai ein eigenes Zusammenkommen im Trauercafé beim Haus der Kirchlichen Dienste in der Katharinenstraße, kündigt die Vorsitzende an.

Geld ist gut angelegt

Otto Saur, der bisheriger Schatzmeister, hat über das Kuratorium der Stiftung berichtet. Ziel sei es gewesen, einen Kapitalstock von einer Million Euro anzufüttern - heute ist man schon bei 1,1 Millionen Euro. Das Geld sei gut angelegt Die Zinsen in Höhe von 20.000 bis 25.000 Euro jährlich fließen größtenteils dem Hospiz zu. Saur wies darauf hin, dass Hospizverein und Stiftung miteinander verbunden sind und die gleichen Ziele verfolgen. In seinem letzten Geschäfts- und Kassenbericht hat er auch vom Nachlass einer Bürgerin berichtet, die 50 000 Euro dem Bodenseekreis überließ. Davon erhielt die Hospizbewegung 15.000 Euro.

Besonderer Dank an Otto Saur

Jeweils einstimmig erfolgte der Generationswechsel im Vorstand. "Sie sind für mich alle ein Vorbild", hat Kreissozialamtsleiter Andreas Köster gedankt. Nächstenliebe und Respekt ständen hinter einem solchen Einsatz. Einem dankte er besonders: "Was Otto Saur fürs Hospiz geleistet hat, ist aller Ehren wert."

erstellt am 29.04.2009