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Das gibt es nur in Friedrichshafen

FRIEDRICHSHAFEN (Südkurier) – Hier haben im vergangenen Jahrzehnt mehr als 800 Gäste aus dem Bodenseekreis, aber auch aus anderen Landkreisen ihren letzten Lebensabschnitt verbracht.

Hier haben im vergangenen Jahrzehnt mehr als 800 Gäste aus dem Bodenseekreis, aber auch aus anderen Landkreisen ihren letzten Lebensabschnitt verbracht. Der jüngste Gast war gerade einmal acht, der älteste 100 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 70 Jahren, die mittlere Verweildauer bei 26 Tagen. In der Hospizstation im Franziskuszentrum werden schwerstkranke und sterbende Menschen unabhängig von ihrer religiösen, ethischen oder politischen Weltanschauung aufgenommen und rund um die Uhr individuell und liebevoll gepflegt. Wichtiger Eckpfeiler der Hospizarbeit ist die Orientierung am christlichen Menschenbild.

Der Erfolg dieser vorbildlichen Einrichtung ist durch Zahlen allein allerdings nicht zu belegen. „Hier ist nicht nur ein Ort des Sterbens, sondern auch ein Ort intensiven Lebens“, betonten Monika Paulus, Hausleiterin des Franziskuszentrums, Hospizkoordinatorin Dorothea Horn und Susanne Weiß, Wohnbereichsleitung des Hospizes, anlässlich des zehnjährigen Jubiläums im Herbst 2008. Es sei aber auch gelungen, ein Tabuthema aus dem Schatten herauszuholen. Gegen alle Zweifler habe sich die Station etablieren und sogar erweitern können. „Von distanzierter Skepsis zu ganz hoher Akzeptanz und Achtung hat sich das Hospizbild in zehn Jahren verändert – in Politik und Gesellschaft, aber auch bei Kliniken und Ärzten“, so die einhellige Meinung. Nicht zuletzt seien die Rückmeldungen der Hospizgäste und deren Angehörigen sei durchweg positiv.
 

Dass der Hospizgedanke in Friedrichshafen Fuß fassen konnte, ist in erster Linie auch dem Hospizverein St. Josef, der vor 18 Jahren gegründet wurde, zu verdanken, nicht zuletzt aber auch dem Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Mit Herzblut und Hingabe werden sowohl Betroffene als auch deren Angehörige betreut. „Man kann Friedrichshafen nur gratulieren, dass es solch eine Einrichtung mit engagierten Mitarbeitern hat“, sagt auch Bernd Wiedmann als Kuratoriumsvorsitzender der vor knapp zwei Jahren gegründeten christlichen Hospizstiftung. Das Stiftungsvolumen hat mittlerweile die Ein-Millionen-Euro-Grenze längst überschritten und bietet somit die Grundlage, die gesellschaftlich wichtige Hospizarbeit in Friedrichshafen auch weiterhin auf finanziell solide Füße zu stellen.

Brigitte Geiselhart, Südkurier, 23.03.2009

erstellt am 30.03.2009